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Die Firma Jamara hat mit der AT-6 Texan einen Tiefdecker-Trainer im Programm, der in Sachen ARF und Preis-Leistungs-Verhältnis top ist. Mit knapp 210 Zentimeter Spannweite und einem Abfluggewicht von 5,5 bis 6 Kilogramm konnten die gutmütigen Flugeigenschaften des Originals auf das Modell übertragen werden. Bereits im Jahre 1938 wurde das Original als Vorläufer des modernen Trainers als Tiefdecker mit Einziehfahrwerk von der North American Aviation Inc. in Kalifornien gebaut und erprobt. Das Flugzeug erhielt die Typenbezeichnung Harvard I / NA-16 1E und war mit einem Pratt & Whitney Neunzylinder-Sternmotor mit 550 PS Leistung ausgerüstet. Die Harvard I hatte noch einen mit Stoff bespannten Stahlrohrrumpf und mit Metall beplankte Flächen. Aber schon ein Jahr später wurde das Flugzeug mit einem Metallrumpf ausgestattet und von einigen Modifikationen abgesehen in dieser Ausführung als Schulungsflugzeug, aber auch in Kriegseinsätzen geflogen. Nach Aufstellung der Bundeswehr wurden übrigens von 1956 bis 1966 von der Bundesluftwaffe 19 Maschinen als Trainer für fortgeschrittene Piloten eingesetzt.
Viele Details
Motor und Fahrwerk
Die Beantwortung der zweiten Frage fällt schon etwas schwerer. Dem Baukasten liegt ein starres Fahrwerk mit einer schön gemachten Verkleidung bei. Aber eine AT-6 mit defektem Einziehfahrwerk dazu können wir uns dann doch nicht durchringen. Nach einem Anruf bei Jamara fällt die Wahl auf ein Eurokit-Fahrwerk, das speziell für die AT-6 aus bewährten Komponenten zusammengestellt wurde und bei Jamara erhältlich ist. Das pneumatische gefederte Fahrwerk sieht nicht nur gut aus, sondern funktioniert auch tadellos. Die ausgefahrene Stellung entspricht zwar nicht ganz der Stellung des Originals, kommt aber einem Trainer sehr entgegen. Durch die vorgezogene Position der Radachsen (etwa Flächenvorderkante) ist ein Kopfstand nahezu ausgeschlossen. Auch kann durch diese Machart die Einziehmechanik einfach gehalten werden. Sicherlich ist solch ein Fahrwerk fast so teuer wie das Flugzeug, jedoch sollte man sich immer vor Augen halten, dass jeder Flug normalerweise auf dem Fahrwerk beginnt und auf diesem endet. Die bei günstigen Modellen teilweise beiliegenden Einziehfahrwerke sind oft den Mehrpreis nicht wert und führen, neben Verärgerungen, nach kurzer Zeit doch zum Kauf eines vernünftigen Fahrgestells.
War sonst noch was?
Auch wenn es etwas länger dauert, so ist das zeitversetzte Verkleben der Außenflügel mit dem Mittelteil in senkrechter Stellung vorteilhaft. Ist alles durchgetrocknet, wird die Tragfläche auf den Rumpf aufgesetzt, vermessen und die Lage für den aus 6 Millimeter Alu bestehenden vorderen Haltedübel und die beiden hinteren Verschraubungen markiert. Nach dem Befestigen der Fläche können das Leitwerk eingepasst und die Ruder angeschlagen werden. Im Gegensatz zu der vorgesehenen Höhenruderanlenkung durch ein Servo und einer Hartholzschubstange mit beidseitigen Stahldrähten zu den Rudern, kommen bei unserem Testmodell zwei Höhenruderservos zum Einsatz. Über Stahldrähte in Bowdenzugröhrchen laufend, wird jede Ruderklappe einzeln angesteuert. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern verringert auch das Spiel in den großen Rudern. Das Seitenruder ist mit Stahllitzen angelenkt und steuert das einfache Spornfahrwerk direkt an.
Auf die Räder Um die Funktion des Fahrwerks zu testen, ist der Rumpf nicht erforderlich: Druck auf die Flasche und von Hand das Ventil in die gewünschte Position bringen. So kann man sofort Undichtigkeiten oder andere Fehler erkennen. Für den Flug muss lediglich ein Servokabel eingesteckt werden. Die Druckflasche kann mit maximal 10 Bar belastet werden. Damit lassen sich vier Ein- und Ausfahrvorgänge sicher durchführen. Die Geschwindigkeit ist mit dem zwischengeschalteten Druckregler einstellbar und die Räder verschwinden in eingefahrenem Zustand exakt in den beiden Radkästen.
Neunzylinder-Stern Etwas kribbelig ist die Befestigung der Motorhaube. Ein in die Haube eingeklebter Stützring aus Sperrholz soll von vorn mit einfachen Holzschrauben befestigt werden. Zwischen den Zylinderattrappen hindurch vorbei am eigentlichen Motor kleine Schrauben in den Kopfspant eindrehen, ist nur etwas für Modellbauer, die das Wort Nerven nicht kennen. Beim letzten Wechsel des Kameraobjektivs mit Bajonettverschluss kam die Idee auf, in den Stützring werden an den vorgesehenen Positionen vier Löcher mit 6 Millimeter Durchmesser gebohrt und die Lage auf den Kopfspant übertragen. Dort eingeklebte Gewindehülsen mit M3-Innengewinde nehmen 15 Millimeter lange Inbusschrauben auf. An die Bohrungen in dem Stützring schließen sich jeweils 3,5 Millimeter breite Langlöcher auf einer Kreisbahn an. Die Motorhaube mit Stützring wird nun mit den 6-Millimeter-Bohrungen über die Schraubenköpfe der Inbusschrauben geschoben und dann so weit gedreht, bis die Schraubenköpfe vor den Langlöchern liegen. Danach mit einem langen Steckschlüssel die Inbusschrauben festziehen fertig.
CG
Für Fortgeschrittene Jamara bietet zur Zeit etliche Modelle an, die nicht nur im Preis-Leistungs-Verhältnis als vorbildlich zu bezeichnen sind. Hierzu zählt eindeutig auch die AT-6 Texan, die in zwei Farbvarianten erhältlich ist. Es ist eine richtige Entscheidung von Jamara, die Maschine zu einem wirklich sehr guten Preis ohne Einziehfahrwerk zu liefern, anstatt irgendein billiges Gestell beizulegen, das nach einigen Starts und Landungen nicht mehr zu gebrauchen ist. Lediglich die fehlenden Landeklappen führen zu einem kleinen Punktabzug. Mit gut 2 Meter Spannweite verfügt die AT-6 über sehr ausgewogene und originalähnliche Flugeigenschaften, die mit einer kleineren Maschine einfach nicht zu erreichen sind. Bewusst wird das Modell als Tiefdecker-Trainer bezeichnet, ist aber schon aufgrund des aufwändig gestalteten Finishs in jedem Fall ein Hingucker.
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Text und Fotos: Technische Daten: Spannweite: 2.090 mm Länge: 1.400 mm Tragflächeninhalt: etwa 65 g/dqm Tragflächenprofil: NACA 2415 Gewicht (leer): etwa 3.900 g Flächenbelastung: 83-86 g/dqm Fluggewicht Testmodell: 5.840 g Motor: 160 bis 180 Zweitakt/Viertakt Motor Testmodell: O.S. FS-120 Surpass III RC: 4-5-Kanal, 5-6 Servos
Profil NACA 2415 NACA-Profile sind schon seit Beginn der ferngesteuerten Modelfliegerei ein fester Begriff. Gerade die einfachen vierstelligen Profilreihen eignen sich immer noch gut für den Einsatz bei unkritisch zu fliegenden Modellflugzeugen. Die beiden wesentlichen Merkmale eines Profils sind die Wölbung und die Dicke. Hinzu kommen dann noch die entsprechenden Rücklagen. Ein Profil erhält man durch die Überlagerung einer Dickenverteilung mit einer Wölbung. Sind Profilsehne und Skelettlinie deckungsgleich, so spricht man von symmetrischen Profilen (zum Beispiel NACA 0012 bis 0015). Wenn die Skelettlinie eine Wölbung erhält und die Dickenverteilung dieser Wölbung überlagert wird, erhält man gewölbte Profile (zum Beispiel NACA 1415 bis 4415). Das National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) hat ganze Profilreihen und Profilfamilien systematisch vermessen und mit einer Ziffernfolge bezeichnet, aus der die wichtigsten Größen des Profils direkt abgelesen werden können.
Das Original Die T-6 Texan bildete die Basis des CAC Wirraway-Flugzeuges der Australian Commonwealth Aircraft Corporation. Zwischen 1939 und 1946 wurden 755 Maschinen dieses Typs gebaut. Während und kurz nach dem Koreakrieg dienten einige T-6 der Luftüberwachung. Deren Typenbezeichnung lautete T-6 Mosquito. Nimmt mann alle T-6-Varianten zusammen, wurden insgesamt etwa 15.500 dieser Flugzeuge gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Maschinen bei Flugschauen eingesetzt. Das Kunstflugteam New Zealand Warbirds Roaring 40s nutzt beispielsweise diesen Flugzeugtyp. Bekannt wurden die T-6 auch durch den Kriegsfilm Tora! Tora! Tora!, wo sie als umlackierte japanische Mitsubishi A6M Zero-Jäger verwendet wurden.
Einsatz in Luftwaffen: Argentinien, Australien (Wirraway), Bolivien, Brasilien, Kanada, China, Chile, Columbien, Kuba, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Honduras, Israel, Italien, Japan, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Paraguay, Südafrika, Schweden, Großbritannien (Royal Air Force, Royal Navy), USA (Army Air Corps, Army Air Force, Air Force, Navy), Uruguay, Venezuela
Technische Daten Original: Länge: 8,84 m Flügelspannweite: 12,81 m Tragflügelfläche: 23,57 qm Höhe: 3,57 m Antrieb: 1 x Pratt & Whitney R-1340-AN-1 Wasp Sternmotor, 600 PS (450 kW) Höchstgeschwindigkeit: 335 km/h in 1.500 m Höhe Reichweite: 1.775 km Besatzung: Ausbilder und Flugschüler Dienstgipfelhöhe: 7.400 m Fluggewicht: 2.548 kg |
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